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Kirchenglocken Taufstein Orgel Kanzel Epitaph Pfarrhaus
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der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts wurde die Rasephaser Kirche
erstmals als "Messcapelle" ohne Tauf- und Beerdigungsrecht erwähnt.
Lehfeldt spricht davon, dass der Turm und dessen Unterbau romanische Bauteile
sind, die aus dem späten 12. Jahrhundert stammen. Die Lage des Turmes im
Kirchengrundriss und verschiedene bauliche sowie architektonische Details
(Baukörpergeometrie, Mauerwerk, Turmfenster etc.) stützen diese Vermutung zur
Kirchenentstehung. Sie ist im 14. Jahrhundert als Pfarrkirche erweitert worden.
Um 1450??? wurde der 6,5m lange und 4,5 m breite gotische Ostchor errichtet.
Dieser besitzt Kreuzrippengewölbe und gotische Fensteröffnungen, die später
teilweise rundbogig überformt wurden.
Das an die Nordwestseite des Turmes angrenzende Landhaus wurde wohl im 17.
Jahrhundert angebaut. Es ist 8,5m lang und 4,5 m breit. Zur Verbindung von Chor
und Langhaus wurde das Sockelgeschoss des nun in der Mitte der Kirche stehenden
Turmes durchbrochen. Der Durchgang
durch den Turm im Inneren der Kirche wurde erst später zum Spitzbogen
verändert.
Das angebaute Kirchenschiff läst bereits Elemente der Renaissance
erkennen,
besonders am Fenster neben der Kanzel. 1686 fanden an der
Kirche wesentliche Reparaturarbeiten statt. Empore und Decke des Langhauses
wurden mit biblischen Motiven ausgemalt. 1764 wurde der romanische Turm um ein
Geschoss aufgestockt worden. Eine Jahreszahl an dem Südgiebel erinnert an diese
Maßnahme. Das Turmdach erhielt einen barocken Dachreiter. 1878 wurden wiederum
umfangreiche Bauarbeiten ausgeführt. So wurde fast das gesamte Holzwerk
erneuert, der Fußboden erhöht und mit Sandsteinplatten belegt sowie der
steinerne Altar durch einen hölzernen ersetzt.
1954 wurde die Kirche wiederum gründlich renoviert und dabei die
gesamte Ausmalung überstrichen. In
den siebziger Jahren sind die Wände des Schiffes mit Hartfaserplatten
verkleidet und mit Bildern von Paula Jordan versehen worden. 1987/88 machte sich eine Neueindeckung des Daches notwendig, leider
waren lediglich gelbe Dachziegel erhältlich. Dank großzügiger
Spenden konnte die Kirche neu verputzt werden. Auf der
Grundlage einer 1992 erstellten restauratorischen Befunduntersuchung erfolgte im
Jahr 1993 eine Instandsetzung des Kircheninnenraumes. 1994 wurden in die Kirche die Sandsteinplatten erneuert, die
Hartfaserplatten entfernt, das Mauerwerk trocken gelegt, eine neue
Heizung eingebaut und im Inneren der Anstrich erneuert. Die
Trockenlegung des Mauerwerks machte sich notwendig, da im Sockelbereich
bereits wieder Wasserschäden sichtbar wurden.
Die
beiden gezeigten Fenster befinden sich im Altarraum an der Südseite. Das
Fenster mit dem Altenburger Wappen befindet sich im Langhaus. |